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Tag: Lebensmittel

Ungeziefer können Lebensmittel verderben

Zur Krisenvorsorge gehört nicht nur das Anlegen von Lebensmittelvorräten. Haltbare Lebensmittel können sehr schnell ihre Haltbarkeit verlieren, auch wenn sie auf den ersten Blick richtig gelagert sind. Die Ursache für den Haltbarkeitsverlust ist der Befall von Schädlingen oder Mikroorganismen, wie Bakterien oder Schimmelpilzen. Wichtig ist bei der Krisenvorsorge also auch, die angelegten Vorräte regelmäßig zu überprüfen. Im Folgenden werden Ungezieferarten beschrieben, die die Lebensmittel befallen könnten.
Milben gehören zu der Gruppe der Spinnentiere und kommen in ziemlich allen Lebensräumen vor. Trockene, pflanzliche Lebensmittel wie Mehl oder Müsli werden häufig von Mehlmilben befallen. Backobstmilben befallen dagegen häufig zuckerhaltige Produkte wie Marmelade oder Trockenobst. Milben vermehren sich besonders gut bei Wärme oder in feuchtgewordenen Lebensmitteln. Der Schaden, den sie hervorrufen, ist ernorm. Lebensmittel bekommen einen bitteren Geschmack und können nicht mehr verwendet werden. Auch gesundheitliche Schäden, wie Jucken, Ausschläge oder Darmerkrankungen können durch Milben hervorgerufen werden. Um diesen Schäden vorzubeugen, sollten Lebensmittelvorräte in verschließbaren Gefäßen aufbewahrt werden, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen. Sollte es zu einem Befall der Lebensmittel kommen, sind die Speisen sofort zu entsorgen. Auch Haustiere sollten befallene Lebensmittel nicht mehr zu fressen bekommen, da diese auch gesundheitliche Schäden davon tragen können. Eine andere Insektenart, die es auf Lebensmittel abgesehen haben, sind Essig- und Taufliegen. Sie sind besonders lästig, da sie sich sehr schnell vermehren. Sie befallen Obst, Gemüse oder bereits gärende Produkte und verunreinigen diese. Dadurch können Mikroorganismen auf das menschliche System übertragen werden. Um diesen Schädlingen vorzubeugen, ist es besonders wichtig, faulige oder gärende Lebensmittel sofort nach draußen zu entsorgen. Um Essig- und Taufliegen keine Nahrungsgrundlage zu geben, gehört es zur Krisenvorsorge, dass Obst und Gemüse rechtzeitig aufgebraucht oder in geschlossenen Gefäßen gelagert werden.

Holunderbeeren

Wenn man sich von den Früchten der Natur ernähren möchte, dann sich die Holunderbeeren gut dafür geeignet. Sie können von August bis Oktober geerntet werden und bieten eine gute Nahrungsmöglichkeit, wenn der Ernstfall naht.

Der Holunder ist ein Strauch mit mehreren Ästen. Als kleiner Baum kann er sogar eine Höhe von drei bis sieben Metern erreichen. Die Rinde ist warzig und riecht leicht unangenehm. Die Blätter sind unpaarig gefiedert und gegenständig angeordnet. Äste und Zweige enthalten beide viel Mark. Die Blüten sind sehr groß und eher flach gehalten. Sie haben eine gelblich bis weiße Farbe und im Herbst entwickeln sich daran glänzend schwarze bis violette Beeren.

Diese Pflanze wächst in Hecken, Gärten und an Bachufern. Wenn die Beeren reif sind, fallen sie nach und nach zu Boden. Geerntet werden die Beeren, indem man die ganze Fruchtstaude abbricht und später die Früchte abstreift. Unreife Beeren und Stängelreste müssen aussortiert werden.

Die reifen Beeren sind reich an Vitamin C und Mineralien. Dazu gehören die Vitamine A, B1, B2, B3, B6 und C sowie Phosphor, Calcium, Kalium und Eisen. Das Holundermus galt als wirksame Medizin gegen Erkältungen und Husten. Als Saft kann man die Pflanze auch verarbeiten, wobei sie eine abführende Wirkung hat.

Die Beeren enthalten auch einen toxischen Stoff, der in Blausäure zerfallen kann. Deshalb dürfen die kostbaren Beeren nur nach dem Kochen und der Aufbereitung verspeist werden. Holunder kann man auch zu einer wohlschmeckenden Suppe verarbeiten. Die Pflanze ist also Nahrungsmittel und Medizin zugleich. Fertiger Holundersaft, kann man für andere Rezepte weiter verarbeiten oder in sterilisierten Gefäßen aufbewahren.

Dehydrierte Nahrungsmittel

Um Nahrungsmittel haltbar zu machen, muss man sie konservieren. Dabei gibt es viele verschiedene Arten, wie zum Beispiel das Gefriertrocknen oder auch die Vakuumverdampfung. Frische und fertig gekochte Gerichte können schockgefroren werden, um den Geschmack, die Farbe, die Struktur und die Frische zu erhalten. Wichtig bei dieser Konservierung ist auch, dass der Nährwert des Essens erhalten bleibt und man sich mit einer Mahlzeit ausgewogen ernährt.

Die Vakuumverdampfung erfolgt mit der schon gefrorenen Nahrung. In einer speziellen Vakuumkammer wird den Lebensmitteln das gefrorene Wasser entzogen und sofort in Gas umgewandelt. Danach verliert die Nahrung 90 Prozent des eigentlichen Gewichtes und zwischen 30 und 90 Prozent des Volumens. Danach wird sie in wasserdichten Spezialdosen verpackt. Der Sauerstoff in der Dose wird durch Stickstoff ersetzt und dicht versiegelt. Qualität und Frischen bleiben dabei ständig erhalten. Will man die haltbare Nahrung verzehren, muss man entweder heißes oder kaltes Wasser, in einem bestimmten Maße, dazugeben. Optimal lagert man die konservierten Lebensmittel an einem kühlen und trockenen Ort, um die Struktur und Qualität nicht zu verändern. Abzuraten ist von einer Lagerung über 30 °C, da sich nicht nur der Nährwert, sondern auch der Geschmack verändern kann. Auch schwankende Temperaturen müssen vermieden werden. Wobei die Lebensmittel in einem kurzen Zeitraum von etwa 2 bis 4 Jahren dennoch keinen Schaden nehmen.

Alle konservierten Produkte unterliegen einer strengen Qualitätskontrolle. Oftmals können auch die Rohstoffe und Zutaten mit einem frischen Produkt mithalten. Zu kaufen gibt es sogar komplette Nahrungspakete für den Ernstfall. Dabei wird vor allem auf Nährwerte und ausgewogenes Essen geachtet, das heißt notwendige Vitamine, Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette und Ballaststoffe sind enthalten. Auch für Kleinkinder oder ältere Personen sind die Lebensmittel gedacht und dementsprechend gewürzt. Im Rahmen der Broteinheiten, können dehydrierte Nahrungsmittel auch für Diabetiker aufbereitet werden.

Nicht alle Pilze kann man essen

Pilze bieten eine umfangreiche Nahrungsquelle. Vor allem im Herbst gibt es bei den richtigen Umständen Massen an Pilzen. Doch nicht alle Pilze kann man essen. Viele sind giftig, andere muss man braten, damit man sie überhaupt verzehren kann. Deshalb sollte man sich vorher informieren und möglicherweise auch ein Pilzbuch immer mit parat haben.

Pilze gehören weder zu Pflanze noch zu Tier. Sie haben eine eigene Art Energie zu produzieren und auch eine andere Zellstruktur. Das Vorkommen beschränkt sich zum großen Teil auf Wald und Flur. Die Wurzeln, auch Myzel genannt, ist tief im Boden verankert. Bei Wärme und Feuchtigkeit treiben die Pilze nach oben. Sie haben einen hohen Eiweißgehalt und gelten als richtige Leckerbissen. Eine besondere Pilzart sind die Trüffel, die man sehr teuer bezahlen kann.

Ein Hauptunterscheidungsmahl ist der Schwamm oder die Lamellen. Viele essbare Pilze haben einen Schwamm unter ihrem Hut. Darunter zählen Steinpilz oder die Marone. Ungenießbar ist jedoch der Gallenröhling, auch Bitterpilz genannt, obwohl er einen Schwamm trägt. Eine folgenschwere Verwechslungsgefahr bietet auch der grüne Knollenblätterpilz. Er ist kaum von dem Champignon zu unterscheiden und kann tödlich sein.

Nach dem Sammeln müssen Pilze von Schnecken und Dreck gereinigt werden. Lange lagern kann man Sie jedoch nicht. Bereitet man sie erst nächsten Tag vor, so müssen die Pilze ungewaschen an einem trockenen Ort liegen. Schon zwei Tage nach dem Sammeln, kann man die Pilze nicht mehr verwerten. Pilze kann man entweder kochen, dünsten, braten, trocknen oder einfrieren.
Achtung ist geboten nach einer Atomkatastrophe. Viele Früchte der Natur sind dann verstrahlt und können nicht mehr verzehrt werden.

Räume richtig nutzen

Zu der Vorbereitung einer Krise gehört das Einlagern von Lebensmitteln, Stromaggregate, ein gesunder Wasservorrat und kleine Dinge, die das Leben im Notfall erleichtern sollen. Vor allem der Lebensmittelvorrat nimmt viel Platz weg. Steht dann nur eine kleine Wohnung zur Verfügung, müssen die Räume richtig genutzt werden.

Dabei sollte man sich im Vorfeld die Wohnung genau anschauen und den Platz ausmessen, um genau planen zu können. Es spielt unter anderen auch die Beschaffenheit der Räume eine wichtige Rolle. Entdeckt man ungenutzte Ecken und Nischen, kann man überlegen, wie sie am besten zum Einsatz gebracht werden. Auch hohe Räume und Dachschrägen müssen beachtet werden, damit sie später ideal genutzt werden. Eine Überlegung ist es ebenso Wert die Möbel in der Wohnung umzustellen und den bisherigen Zweck der Räume noch einmal zu überdenken.

Es ist nicht immer Notwendig große Neuanschaffungen wie Regale und Einbauschränke zu erwerben. Der erste Schritt sollte das Optimieren der Wohnung sein, um auch kleinste Ecken ideal auszunutzen. Ebenso muss beachtet werden wie die Wohnung aufgeteilt ist. Ist es sinnvoll die Zimmeraufteilung so zu belassen. Möglicherweise ist es im Krisenfall besser, wenn das Schlafzimmer einen anderen Zweck hätte. Zum Beispiel, wenn es viele ungenutzte Ecken hat, die mit Lebensmitteln gefüllt werden könnten. So ist es sinnvoll Schlaf- und Wohnzimmer zusammenzulegen. Gerade ein großes Schlafzimmer kann mit einem Kleiderschrank und vielen Vorräten ausgestattet sein. Dabei ist aber auch zu beachten, wie man dann das Wohnzimmer gestaltet und in welcher familiären Situation man sich befindet. Um Privatsphäre zu wahren sollte man sich genau überlegen, ob man diesen Schritt geht. Gerade für Alleinstehende oder Kinderlose Paare ist dieser Vorschlag zu überdenken. Sinnvoll ist es jedoch auch, erst im Krisenfall die Wohnung in wenigen Handgriffen umzuräumen.

Von der Natur ernähren

In der bevorstehenden Krise werden Geschäfte schließen und das Versorgungssystem kann gänzlich zusammenbrechen. Für einen solchen Fall ist das rechtzeitige Anlegen eines Vorrats dringend zu bedenken. Doch auch die Natur bietet eine Vielzahl an Lebensmitteln, die in der heutigen Gesellschaft noch niemand wagen würde zu essen. In einer Krisensituation können die Pflanzen und Pilze Leben retten. Vorsicht ist nur bei einer nuklearen und chemischen Katastrophe geboten, dann bricht auch diese Versorgungsquelle weg.

Gerade im Herbst bietet die Umwelt eine Vielzahl an Nüssen. Deshalb gehört ein Nussknacker zur guten Vorsorge mit dazu. Von September bis Oktober hat die Walnuss ihr Hauptvorkommen. Sie ist recht leicht zu knacken und sehr ergiebig. Die Bäume haben sehr weite Kronen und eine relativ runde Blattform. Die Früchte fallen in einer dicken grünen Schale auf die Erde, in der sich die Nuss verbirgt. Diese platzt ab September regelrecht auf, damit die Nüsse noch reifen können. Vor allem in Grünanlagen und am Ufer von Flüssen sind die etwa 20 Meter hohen Gewächse beheimatet.

Das Einsammeln ist sehr leicht, da die Nuss groß ist und zum Teil noch von der grünen Schale geschützt wird. Eine Verwechslung ist deshalb ausgeschlossen. Verschimmelte Früchte sofort aussortieren und wegwerfen. Nach dem vierwöchigen Trocknen kann man die Nuss genießen. Sie besitzt einen leicht bitteren Geschmack und ist sehr weich. Ebenso zeichnet sie der hohe Fettgehalt aus und spendet Energie, wenn die Vorräte knapp werden. Man kann die Früchte dazu nutzen ein Müsli frischer zu bekommen oder auch Walnusskuchen backen. Wichtig ist sie erst vor dem Verzehr zu knacken.

Krisenprävention läuft unter Wordpress 4.0.1
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