Vor allem frische Lebensmittel ohne Konservierungsstoffe halten nicht besonders lange. Es gibt jedoch verschiedene Methoden, wie man diese Lagerdauer noch verlängern kann. Das Kühlen und Gefrieren oder auch das Einkochen kennt jeder. Es gibt jedoch auch noch ungewöhnlicherer Methoden, um die Haltbarkeit der Lebensmittel zu steigern.
Zum Beispiel wird das zuckern von Lebensmitteln nicht nur zur Süßung verwendet, sondern auch, um diese haltbarer zu machen. Dabei wirkt der Zuckerzusatz unter Hitzeentwicklung wie ein Wasserentzug und hemmt das Wachstum der Mikroorganismen. Diese Methode ist vor allem bei Marmelade oder Fruchtsirup zu erkennen. Doch auch kandierte Früchte werden gezuckert, um länger zu halten. Die Lagerdauer entspricht hier einigen Monaten bis hin zu einem Jahr. Der Gegensatz dazu ist das Säuern von Lebensmitteln. Dabei gibt’s man Essig oder Essigsäure hinzu und kann den pH-Wert der Lebensmittel absenken. Auch dadurch wird das Wachstum der Organismen gestört und man tötet diese bei einer sehr hohen Konzentration sogar ab. Gurken oder Fisch legt man gern auf diese Art und Weise und auch Bohnen oder andere Gemüse kennt man in dieser Konservierung. Somit sind sie einige Monate haltbar.
Beim Einlegen in Alkohol wird ebenso das Wachstum verhindert oder die Mikroorganismen werden abgetötet. Bei einem Rumtopf oder auch bei Früchten in Alkohol kennt man diese Methode, wodurch die Lebensmitteln einige Monate länger haltbar sind. Bei dem Einlegen in konservierenden Lösungen verhindert man den Luftzutritt. Dabei könnte man Kalk, Wasser oder auch Öl verwenden. Diese Methode kennt man von Eiern, Kräutern oder Schafkäse, wobei diese Lebensmittel dann Wochen bis Monate haltbar sind.
Trinkwasser kann man in der Krise nicht genug im Haushalt haben. Doch die Lagerung in großen Behältern kann auch schnell dazu führen, dass das Wasser schlecht wird. Wenn die Versorgung gerade unterbrochen ist, scheint es sehr schwierig neue Vorräte in diesem Umfang zu bekommen. Wasser kann man jedoch haltbar machen und einem Verderben vorbeugen.
Es gibt bestimmtes Pulver der Firma Micropur, was speziell in großen Wassertanks eingesetzt werden kann. Das Wasser wird frisch gehalten und länger haltbar gemacht. Man kann es somit deutlich länger lagern, als ohne Pulver. Es sind keine chemischen Stoffe enthalten und das Wasser wird auf eine sehr umweltfreundliche Weise frisch gehalten. Keine, Algen und Gerüche haben keine Chance sich festzusetzen. Das konservierte Wasser hält teilweise bis zu sechs Monate und länger. Je nach Wasserqualität muss man die Zugabe von dem Pulver abstimmen. Sollten die sechs Monate vergangen sein, kann man erneut das Mittel zum Wasser geben und es somit weitere sechs Monate haltbar machen. Somit kann man schon rechtzeitig anfangen, sie einen Vorrat anzulegen. Wenn man das Pulver in den großen Tank gibt, dauert die Zeit zum Wirken etwa zwei Stunden. Die Wirkung selbst basiert auch Silberionen. Die töten alle Keime ab und haben eine antiseptische Wirkung. Eine ähnliche Wirkung könnte nur von chemischen Mitteln, wie Chlor, erzielt werden.
Das Pulver selbst hält sich zehn Jahre lang. Wer nicht mit Pulver arbeiten möchte, der hat auch die Wahl zwischen Tabletten der gleichen Firma. Sie haben eine gleiche Wirkungsweise und können das Wasser ebenso um sechs Monate haltbar machen. Dabei gibt man je nach Wasserqualität eine Tablette hinzu und auch nach zwei Stunden ist die Wirkung erzielt worden.
Vor allem frische Lebensmittel, wie Gemüse oder Obst muss entsprechend haltbar gemacht werden. Bestimmte Sorten kann man bequem zu Hause anbauen, doch es ist kaum möglich alle frischen Lebensmittel zu verarbeiten. Besser ist es, wenn man sich einen Vorrat anlegt und verschiedene Techniken anwendet.
Obst kann man zum Beispiel pasteurisieren. Dank der geringen Hitzeentwicklung gehen weniger Vitamine verloren, als zum Beispiel beim Einkochen. Gemüse kann man nicht pasteurisieren. Bevor man die Lebensmittel in ein Glas einfüllt, muss man sie vorher zehn Minuten lang kochen. Das Glas muss in der Zeit ebenso in kochendem Wasser desinfiziert werden. Danach füllt man das Obst ein und gießt etwas Wasser und Zuckersirup hinzu. Nach dem verschließen wird es nochmals mit heißem Wasser übergossen. So kann man sichergehen, dass es komplett frei von Keimen ist.
Vor allem zu Herstellung von Marmelade ist diese Methode gut geeignet. Die Lebensmittel halten sehr lange und müssen nicht zwingend im Kühlschrank aufbewahrt werden. Gemüse kann man zwar nicht pasteurisieren, jedoch einfrieren. Diese Methode ist sehr einfach und man benötigt nur eine gute und vor allem große Gefriertruhe. Allerdings muss man beachten, dass diese nur mit Strom läuft. Wenn der ausfällt und die Gefriertruhe langsam abtaut, muss man die Lebensmittel schnell verzehren.
Gefrorenes Gemüse hält sich in der Regel zwischen sechs Monaten und einem Jahr. Vitamine gehen nur wenige verloren. Bei minus 18 Grad Celsius werden die Lebensmittel gut gelagert und die Zersetzung durch Mikroorganismen wird gestoppt. Das Gemüse beginnt nicht zu schimmeln. Bevor man es in die Truhe legt, muss es luftdicht verpackt werden. So gehen noch weniger Vitamine verloren. Es gibt spezielle Behälter oder Beutel, die man dafür verwenden kann. Bevor man es bei minus 18 Grad Schock gefriert, sollte man die Temperatur des Gemüses in einem weniger starken Kühlfach senken. Danach hält es sich ohne Bedenken.