Informationen und Tipps zur Krisenvorbereitung

Staatsschulden pro Kopf in Deutschland

Kategorie: Sicherheit & Selbstschutz

Rechtliche Bestimmungen zur Aufbewahrung von Schusswaffen

Schusswaffen bieten ohne Zweifel die effektivste Möglichkeit zur Selbstverteidigung und zum Schutz von Leben und Hab und Gut. Gerade in Deutschland ist jedoch bereits der Erwerb und Besitz von Schusswaffen extrem beschränkt. Sofern man nicht Jäger oder Sportschütze ist, wird man es als Privatperson schwer haben, legal an eine Schusswaffe zu kommen. Ganz anders sieht es diesbezüglich in Österreich und der Schweiz aus, wo der Erwerb und Besitz von Schusswaffen grundsätzlich relativ frei ist.

Auch bezüglich der Aufbewahrung gibt es länderspezifische Unterschiede. In Österreich und der Schweiz schreibt der Gesetzgeber jeweils die sichere Aufbewahrung von Schusswaffen vor, gibt jedoch keine genaueren Angaben zu Art und Weise der Aufbewahrung. Die Auslegung bleibt daher in konkreten Fällen den Behörden und Gerichten überlassen. Es kann also nicht schaden, bei der örtlichen Behörde diesbezüglich nachzufragen.

In Deutschland muss – im Gegensatz zu Österreich und der Schweiz – die Munition getrennt von den Waffen aufbewahrt werden. Die Aufbewahrung muss in einem Waffenschrank erfolgen, der mindestens der Norm DIN/EN 1143-1 Widerstandsgrad 0 entspricht. Der Schlüssel darf für nicht berechtigte nicht zugänglich sein (das gilt auch für Famiilenmitglieder) – also etwa nicht auf einem Schlüsselbrett hängen. Auch Zahlenkombinationen von Waffenschränken dürfen anderen Personen nicht mitgeteilt werden. Desweiteren ist man verpflichtet, die ordnungsgemäße Aufbewahrung der Schusswaffen der Behörde gegenüber nachzuweisen. Kontrollen können auch verdachtsunabhängig durchgeführt werden, wobei man verpflichtet ist, den Kontrollorganen Zutritt zum Aufbewahrungsort zu gewähren. Der Verstoß gegen die Aufbewahrungsvorschriften ist seit 2009 keine Ordnungswidrigkeit mehr, sondern eine Straftat, die mit hohen Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu 3 Jahren geahndet werden kann.

Sicherheit beim Umgang mit Waffen

Sportschleuder, Armbrust oder andere Waffen dienen der Selbstverteidigung und der Sicherung des eigenen Besitzes. Um sich selbst und andere vor der Gefahr der Waffen zu schützen, gibt es einige Sicherheitsregeln zu beachten. Experten empfehlen generell eine professionelle Unterweisung im Umgang mit den Waffen. Andernfalls kann es zu ernsthaften Verletzungen führen.

1. Niemals darf die Waffe auf eine andere Person gerichtet werden. Die Waffe könnte unerwartet auslösen.

2. Gehen Sie grundsätzlich von einer geladenen Waffe aus. Verlassen Sie sich also nie auf die fehlende Ladung oder die Sicherung an der Waffe. Es kann sich immer ein Schuss lösen, ob Pfeil oder Kugel.

3. Unberechtigte Personen dürfen nie in Berührung mit den Waffen kommen. Sie kennen sich nicht mit den Sicherheitsmechanismen aus und lösen die Waffe möglicherweise ausversehen aus.

4. Die Lagerung der Waffen erfolgt ohne Ladung, also ohne Pfeile oder Kugeln.

5. Bewahren Sie Munition und Waffen grundsätzlich getrennt auf. Andernfalls könnten Dritte oder Unberechtigte schnell Gebrauch von den Waffen machen.

6. Bei einer Armbrust ist der Bogen für die Lagerung zu entfernen. So kann diese auch nicht mit anderen Gegenständen zum Einsatz kommen.

7. Beim Schießen selbst darf kein anderer Mensch in die Schussbahn laufen. Versichern Sie sich also grundsätzlich, dass Sie an einem sicheren Ort schießen. Auch Querschläger dürfen keine anderen Menschen treffen. Ein Abstand von 100 Metern ist empfehlenswert.

8. Jede Waffe verfügt über einen Sicherheitsmechanismus. Bei einer Armbrust aktiviert sich dieser beim Spannen automatisch. Die Sicherung ist erst kurz vor dem Schuss zu lösen.

Pfefferspray – griffbereit und effektiv

Pfefferspray gilt als effektives Abwehrmittel in Notsituationen und wird von der Polizei und von Sicherheitsexperten empfohlen. Nicht nur Frauen sollten mit Pfefferspray ausgestattet sein, wenn sie in der Abendzeit unterwegs sind. In Krisenzeiten nützt das Spray, um sich schnell aus einer Gefahrensituation zu befreien und seinen Gegner vorerst unschädlich zu machen.

Im Hinblick auf die eigene Sicherheit in Haus und Wohnung sollten mehrere Flaschen Pfefferspray verfügbar sein. Wichtig hierbei: Sie sind nicht an einer Stelle aufzubewahren, die ein Dieb oder ein Einbrecher gut findet. Beim Einsatz wird das Spray dem Angreifer direkt ins Gesicht gesprüht. Er kann danach bis zu 45 Minuten handlungsunfähig sein. Das aggressive Spray reizt die Nase und die Augen. Beim einatmet gelangt es in die Luftröhre und verursacht ein Anschwellen. Die Augen können zuschwellen und den Gegner sogar für ein paar Minuten blind machen. Auch Menschen mit einer besonders hohen Schmerzschwelle werden außer Gefecht gesetzt.

Pfefferspray kann einfach zu Hause aufbewahrt oder mitgenommen werden. Es ist sehr leicht zu transportieren und einfach zu bedienen. Die Bedienung spielt bei Stresssituationen eine wichtige Rolle. Ohne Übung und Ausbildung kann ein Angreifer nur schwer mit Gegenständen abgewehrt werden. Ein Druck auf das Spray genügt, und der Angreifer ist unschädlich gemacht. Dieser Knopfdruck bleibt einem auch bei schwierigen Situationen noch im Gedächtnis und man ist weiter handlungsfähig. Es gibt sogar extrakleine und handliche Dosen, die in jede Hosentasche oder Handtasche passen. Grundsätzlich darf das Pfefferspray in Deutschland nur zur Tierabwehr eingesetzt werden und unterliegt somit dem deutschen Waffengesetz.

Das Haus einbruchsicher machen – eine Checkliste

Die Einbruchsicherheit des eigenen Hauses oder Grundstücks ist nicht nur in Krisenzeiten von Interesse. Es gibt kleine und einfache Maßnahmen, die vor einem zu leichten Einbruch schützen können. Möglicherweise sehen die Diebe bei diesem Schwierigkeitsgrad schnell wieder vom Haus ab und suchen sich ein neues Objekt in der Umgebung.

Vor der Durchführung einzelner Maßnahmen ist das Haus genau zu betrachten. Hineinversetzt ist die Lage und Sicht des Einbrechers können Schwachstellen besser aufgedeckt werden. Wie würde man selbst in sein Haus einbrechen, wenn man beispielsweise den Schlüssel vergessen hätte? Schon kleinste Hürden können ein Dieb von seinem Vorhaben abbringen. Für diesen Fall sollten sämtliche Leitern, Kisten oder Mülltonnen in der Umgebung vom Haus entfernt oder zumindest angeschlossen werden. Andernfalls dienen sie als sichere Kletterhilfe. Ähnliches gilt für unnötige Haken an der Fassade, die das Klettern und den Einbruch erleichtern. Licht wirkt besonders abschreckend auf Diebe. Dunkle Ecken auf dem Grundstück oder am haus können am besten mit einem kleinen Bewegungsmelder beseitigt werden. Die Diebe fühlen sich schnell ertappt und suchen sich ein neues Objekt für ihren Einbruch.

Checkliste für ein einbruchsicheres Gebäude

  • Kellerfenster und Lichtschächte mit Gittern versehen und bestenfalls im Mauerwerk verankern.
  • Die Steckdosen im Außenbereich abschalten, damit diese nicht für elektrische Werkzeuge verwendet werden können.
  • Schwache Türen verstärken und auswechseln.
  • Türen mit extra Schlössern verstärken oder eine zusätzliche Türsicherungskette anbringen.
  • Alte Profilzylinder und Schlösser gegen neue Modelle austauschen. Diese sichern besser gegen Aufbohren oder Abschlagen ab.
  • Fenster lassen sich mit Zusatzriegeln oder Rollläden absichern.

Wie wichtig ist ein geeigneter Atemschutz?

Die Grundvoraussetzungen für ein gesundes und angenehmes Leben sind saubere Luft, Trinkwasser und Nahrung. In Ausnahmezuständen und Krisensituationen herrscht ein Mangel bei allen drei Komponenten. Gegen verschmutze oder gar schädliche Luft hilft ein geeigneter Atemschutz. Er kann radioaktive Partikel, Schadstoffe oder gefährliche Gase aus der Luft filtern und schützt dabei Bronchien und Lunge. Selbst das Einatmen von kleinen Menschen ist bei gewissen Stoffen tödlich.

Warnmeldungen bezüglich konterminierter Luft sind nicht zu ignorieren. Ohne Atemschutz sollten Sie sofort einen geschlossenen Raum aufsuchen, die Fenster und Türen schließen und die Klimaanlage abstellen. Für die Bewegung im Freien sind Atemschutz und entsprechende Schutzkleidung unabdingbar. Wichtig hierbei: Die Atmung mit einer Atemschutzmaske muss vorher geübt werden und geht oftmals sehr schwer. Es herrscht ein geringer Atemwiderstand, der durch das Filtersystem verursacht wird. Außerdem ist der Einsatz derartiger Schutzmasken und Filter zeitlich begrenzt. Andernfalls wirken die Filter nicht mehr und die konterminierte Luft dringt nach innen. Masken und Schutzkleidung dienen dem absoluten Notfall und sollte in Reserve immer zu Hause lagern. Nicht jede Person im Haushalt muss sich diesem Schutz bedienen. Der Aufenthalt in einem isolierten Raum schützt meist am besten gegen verunreinigte Luft.

Atemschutzmasken sind nur als Vollmaske besonders effektiv. Sie sollten aus alterungsbeständigem Neoprengummi bestehen und eine Universalgröße besitzen. So können Sie an jeden Kopf angepasst werden, selbst bei Jugendlichen und Kindern. Über fünf Bänder sind Schutzmasken am besten am Kopf fixiert. Die Ventile für das Ausatmen müssen so konstruiert sein, dass der Sichtschutz nicht von innen beschlägt. Eine große Scheibe als Sichtschutz bietet zusätzlichen Tragekomfort und verhindert eine zu große Einschränkung des Sichtfeldes.

Optimale Absicherung der eigenen 4 Wände

Im Hinblick auf die Krisenvorsorge ist auch an die Sicherheit des eigenen Hauses zu denken. Es dient als Zufluchtsort und sicherer Hafen, wenn bestimmte Maßnahmen gegen Einbruch und Diebstahl schützen. Experten und Polizei raten schon vor dem Krisenbeginn, an einen Einbruchschutz zu denken und sich gegen fremde Übernahmen entsprechend zu wehren.

Der optimale Einbruchschutz wird nach mehreren Komponenten angelegt. Hier gibt es beispielsweise den mechanischen Schutz, der alle Eintrittmöglichkeiten zum Haus entsprechend absichert. Je schwieriger diese zu knacken sind, desto eher wird ein Einbruch von den Tätern wieder verworfen. Sie wollen schnell und unbemerkt in ein Haus einsteigen und die größtmögliche Beute erzielen. Schon wenige Minuten, die sie länger mit dem Öffnen einer Tür oder eines Fensters benötigen, drängt die Einbrecher zum Weiterziehen. Sie suchen sich dann einen neuen Ort für die Beute. In Kombination kann hier eine elektronische Sicherung geschaltet werden. Dabei gibt es Alarmanlagen, die durch optische oder akustische Signale auf einen solchen Einbruch aufmerksam macht. Natürlich wollen die Einbrecher jegliche Art von Aufmerksamkeit abwenden. In diesem Zusammenhang kann beispielsweise auch die Anwesenheit der Bewohner elektronisch vorgetäuscht werden. Kein Einbrecher will den Bewohnern des Hauses begegnen und wird seine Tat schnell wieder abbrechen.

Die einfachste Art der Abschreckung und Absicherung ist Licht. Ein Einbruch wird im Dunkeln vertuscht, sodass niemand die Täter sieht oder ihnen folgen kann. Dunkle und uneinsehbare Ecken sind daher mit einem Bewegungsmelder und einer hellen Lampe auszustatten. Wichtig hierbei ist jedoch, dass man sowohl Reichweite als auch Winkel des Bewegungsmelders prüft und entsprechend einstellt.

Selbstverteidigung ohne Waffen – schmerzhafte Körperstellen

In drastischen Krisensituationen muss man ständig damit rechnen, sein Leben und auch sein Besitz zu verteidigen. Nicht immer hat man die Notfallausrüstung zur Hand oder kann auf Pfefferspray zurückgreifen. Eine reine Notwehr kann jedoch auch ohne derartige Hilfsmittel stattfinden.

In erster Linie ist zu beachten, dass das eigene Leben immer wichtiger ist, als der Besitz. Eine ausweglose Situation sollte lieber mit einer Flucht enden, als mit einem erbitterten Kampf um Lebensmittel oder Wertgegenstände. Dennoch kann man sich mit wenigen gelernten Handgriffen gegen einen Einbrecher oder Angreifer verteidigen. Hierfür muss man lediglich die schmerzhaften Punkte des menschlichen Körpers kennen und hoffen, dass sich der Gegner in die Knie zwingen lässt. Mit einem kräftigen vollen Schlag kann der Angreifer jedoch schnell kampfunfähig gemacht werden. Bei Männern bieten natürlich die Hoden und der Kehlkopf eine sichere Angriffstelle. Ebenso schmerzhaft ist der Fingerstich in die Augen oder der Fauststoß gegen die Nase. Hat man beide Hände frei, sollte ein gleichzeitiger Schlag mit den flachen Innenseiten der Hände auf die Ohren des Gegners ausgeübt werden.

Empfindlich sind natürlich auch die Halsschlagadern, die sich gut mit der Handkante treffen lassen. Das letzte Ziel könnte der Solarplexus sein, der sich zwei fingerbreit unter dem Brustbein befindet. Ein Schlag oder ein Stoß in diese Region macht den Gegner mit Sicherheit für einige Minuten kampfunfähig. Gleichzeitig sollte man sich vor Augen halten, dass ein solcher Nahkampf, vor allem für Ungeübte, sehr gefährlich sein kann. Was dem Gegner Schmerzen zufügt, fügt auch einem selbst Schmerzen zu. Aus diesem Grund sind genannte Körperstellen bei seinem eigenen Körper zu schützen, obwohl man beim Gegner genau darauf abzielen muss.

Selbstverteidigung – in welchem Maß notwendig?

Nicht nur in Krisenzeiten sollte man über ein gewisses Können in Bezug auf die Selbstverteidigung verfügen. Hier stellt sich jedoch die Frage, wie viel Selbstverteidigung ist im alltäglichen Leben und in Zeiten von Krisen notwendig und welche Ausrüstung benötigt man dazu?

Bereits wenige Tipps im Bereich Selbstverteidigung können eine große Wirkung erzielen. Im Idealfall sollte man ein starkes Selbstbewusstsein besitzen und sich den Einsatz von Pfefferspray oder anderen Hilfsmitteln zutrauen. Allerdings darf man sich auf die im Haus befindlichen Hilfsmittel nicht verlassen. Möglicherweise ist der Zugang zu den Verteidigungswerkzeugen versperrt und man ist auf sich allein gestellt. Die Stimme hingegen ist ein Hilfsmittel, das immer funktioniert. Laut schreien oder laute Geräusche machen kann einen Angreifer oder Einbrecher verschrecken. Schließlich will dieser keine Aufmerksamkeit erregen. In wahren Krisensituationen schrecken jedoch auch laute Geräusche nicht ab. Hier hilft nur eins: sich in jedem Fall körperlich zu wehren.

Die wesentlichen Hilfsmittel zur Abwehr sollten an mehreren Stellen im Haus verteilt werden. Hierzu gehören, Pfefferspray, Teleskopabwehrstöcke, Elektroschockgerät und ein Messer. Verfügt das Haus über mehrere Etagen, sollten auf jeder Etage die wichtigsten Hilfsmittel vorhanden sein. Selbst im Keller muss ein kleiner Vorrat an Pfefferspray aufbewahrt werden. Einbrüche geschehen häufig nachts im Schutz der Dunkelheit. Daher bietet sich die Lagerung der Ausrüstung im eigenen Schlafzimmer an. Zum Umfang für das komplette Haus sollten zwei bis drei Teleskopabwehstöcke und 5 bis 10 Pfeffersprays gehören. Die Verstecke müssen allen Familienmitgliedern bekannt sein und dürfen dem Einbrecher selbst nicht leicht in die Hände fallen.

Pfefferspray vs. CS-Gas – Personenschutz als Krisenvorsorge

Selbstverteidigung wird für den Personenschutz in Kursen und Schulungen angeboten. Spezielle Kurse für Frauen und Kindern ermöglichen auch ungeübten oder schwächeren Menschen, sich im Notfall selbst verteidigen zu können. Neben körperlichen Übungen, die der Abwehr dienen, haben sich das Pfefferspray sowie das Tränengas als besonders effektiv erwiesen. Doch es gibt zwischen den beiden Verteidigungswaffen Unterschiede. Das Pfefferspray ist ein Reizstoff, der den Wirkstoff Oleoresin Capsicum enthält. Es findet Anwendung in der Distanz. Ein genaues Zielen auf den Gegner ist hier nötig, um einen Effekt zu erzielen. Den Reizstoff gibt es als Spray sowie als Gel der Schaum. Im Sprühverfahren ist es als Nebel oder Strahl erhältlich. Der Vorteil des Pfeffersprays besteht darin, dass nur wenige Menschen gegen den Wirkstoff immun sind. Bei CS-Gas, auch als Tränengas bekannt, ist die Immunität höher. Hier sind bis zu 20 Prozent vor dem Gas geschützt. Tränengas ist in seiner Wirkung dem Pfefferspray ähnlich. Es führt zu Verätzungen an den Schleimhäuten.

In den Schulungen lernen die Teilnehmer, wohin sie mit dem jeweiligen Spray zielen müssen, um den Gegner effektiv abzuwehren. Beide Mittel sind frei verkäuflich. Die Polizei nutzt in den meisten Fällen CS-Gas anstelle von Pfefferspray, weil es weniger stark ist. Zur persönlichen Krisenvorsorge sollte der Umgang mit beiden Wirkstoffen erprobt sein, da sonst die Gefahr der Eigenverletzung besteht. Ist das der Fall, hilft es, die betroffene Haut mit Pflanzenöl und anschließend mit hochprozentigen alkoholischen Flüssigkeiten abzuwaschen. Gelangt das Spray in die Augen, empfiehlt sich das Ausspülen mit kaltem Wasser. Treten starke Folgeerscheinungen auf, ist der Gang zum Arzt nötig.

Sicherheitsvorbereitungen zum Schutz des Eigentums

Zur Krisenvorsorge gehören nicht nur Lebensmittelvorrat und eine unterbrechungsfreie Energieversorgung, auch die Sicherheit des Eigentums muss gewährleistet sein. Was bringt ein mühevoll angelegter Vorrat, wenn dieser nicht beschützt werden kann. Je nach Wohnsituation müssen unterschiedliche Maßnahmen getroffen werden.

Türen und Fenster sind für die Krise zu verstärken. Dabei geht es hier vor allem um die Türen und Fenster in den unteren Etagen. Türen sind stabil zu halten, damit auch ein Angriff von mehreren Minuten standgehalten werden kann. Die Tür muss an allen Seiten eine entsprechende Verankerung im Mauerwerk vorweisen, damit sie nicht einfach herausgebrochen werden kann. An den Scharnieren kann ein Schutz gegen das Aushebeln angebracht werden. Handelt es sich um ein Modell mit Türflügel, dann gibt es spezielle Verstärkungsanker, um die beiden Flügel besser halten zu können. Die Anker werden in Ösen im Boden geschoben und sichern die Türe zusätzlich ab. An der Tür selbst bieten sich Zusatzschlösser an. Auch die Fernster, beziehungsweise Fenstergriffe, können mit solchen Sicherheitsvorkehrungen versehen werden. In diesem Fall sollte man sich an seinen Vermieter wenden, wenn man nicht Eigentümer der Wohnung oder des Hauses ist.

Auch an Äußerlichkeiten des Hauses muss gedacht werden. So sind Kletterhilfen an der Fassade des Hauses zu entfernen. Ebenso sollte die Hauswand auf Ösen und Haken überprüft werden, da diese es den Einbrechern noch leichter machen. Sobald ein Fremder ungehindert auf das Hausdach gelangen kann, ist dies ein enormes Risiko. Derartige Schwachstellen sind schon vor der Krise aufzudecken und zu beseitigen. Am besten werden diese gefunden, wenn man selbst einmal versucht, ohne Schlüssel in das Haus einzudringen, und dabei die Möglichkeiten entdeckt.

Krisenprävention läuft unter Wordpress 4.0.1
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates