Informationen und Tipps zur Krisenvorbereitung

Staatsschulden pro Kopf in Deutschland

Archiv: Mai 2009

Wann greift die staatliche Vorsorge

Die staatliche Notversorgung ist dafür eingerichtet worden, bei einem großen Notfall und bei Mängeln in der Versorgung eingreifen zu können. Der Staat muss schon vor dem Eintreten der Krise reagieren, damit die Krise nicht noch mehr angeheizt wird.

Wenn die Krise noch friedlich abläuft, müssen zunächst die Bundesländer für die Versorgung einstehen. Die Gefahr muss von den Ländern selbst bewältigt werden. Erst wenn hier die Kapazitäten schwinden und die Möglichkeiten nicht mehr ausreichen, wird der Bund um Hilfe gebeten. Die Lebensmittel aus den Vorratslagern des Bundes kommen somit erst zum Einsatz, wenn ein oder mehrere Bundesländer Hilfe ersuchen. Dabei müssen die Länder auch mitteilen, welchen Mengen sie benötigen. Ist alles soweit geklärt, können die Länder die nötigen Vorräte bei den Lagerstätten abholen, die vorher mitgeteilt werden. Die Länder sind dann wieder für den Transport und die Weiterverarbeitung der Lebensmittel zu ständig. Auch die Verteilung muss über das Land geschehen und wird meist über Sammelverpflegungseinrichtungen erfolgt.

Die Verfügung über die Notvorräte liegt allein beim Bund, denn der hat die Ware gekauft und auch die Lagerung finanziert. Die Länder dürfen nur im Bedarfsfall an das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz herantreten, welches die Freigabe der Waren dann entscheidet. Die Verteilung der Lebensmittel erfolgt dann auch teilweise über Transportverbände, wie zum Beispiel der THW oder auch andere Hilfsorganisationen. Die meisten Notvorräte werden dann über LKW an die einzelnen Länder verteilt. Die Lagerung der Vorräte besteht etwa zehn Jahre. Danach müssen Getreide, Reis und Hülsenfrüchte ausgetauscht und ersetzt werden. Es gibt jedoch auch betriebe, wie Milchproduzenten, die sich verpflichten, eine geringe Menge immer im Betrieb zu lassen, um im Notfall darauf zurückgreifen zu können.

Schädlinge im Vorrat

Den hart angelegten Vorrat muss man auch vor Schädlingen schützen. Selbst die haltbaren Lebensmittel sind nicht vor Schädlingsbefall sicher. Mit den richtigen Vorbereitungen und Maßnahmen sollte dies jedoch kein Problem darstellen.

Die am häufigsten im Vorrat vorkommenden Schädlinge sind Milben, Speckkäfer, Mehlkäfer, Ameisen, Fliegen, Schaben, Ratten und auch Mäuse. Alle Schädlinge mögen die menschliche Nahrung und können hier alle wichtigen Nährstoffe für ihr Überleben finden. Sie befallen nicht nur die Vorräte, sondern werden hauptsächlich durch den Müll und durch Essenreste angelockt. Teilweise hält auch die Verpackung die Schädlinge nicht zurück. Es geht viel zu viel Geld und kostbares Gut verloren, wenn man verdorbene Lebensmittel einfach in den Müll geben muss. Vorbeugend muss hier schon etwas gegen die Tiere getan werden. Als Erstes sollte man deshalb das Lager und die Vorräte übersichtlich halten. Die Verpackungen der Lebensmittel müssen unbeschädigt sein und man muss in regelmäßigen Abständen auch den bestehenden Vorrat nach Schädlingen und kaputten Verpackungen kontrollieren.

Wenn man die Möglichkeit hat, dann sollte man die Vorräte in einem dicht schließenden Behälter aus Glas, Metall oder auch Kunststoff aufbewahren. Hier kommen die Schädlinge schlechter ran. Auch lange Lagerzeiten erhöhen die Gefahr eines Befalls. Deshalb sollte man nur die nötige Menge einlagern und seinen Vorrat nach und nach verbrauchen und wieder neu aufstocken. Die Nahrung muss kühl und trocken gelagert werden und man muss stets für eine Durchlüftung sorgen. Die befallenen Lebensmittel müssen sofort entsorgt werden, damit der Befall nicht auf andere übergehen kann. Fliegengitter am Fenster kann das Eindringen von Schädlingen mindern. Alle schlechten Abfälle müssen gleich aus dem Haus gebracht werden.

Pflege des Notvorrats

Es ist nicht nur wichtig, sich einen ausreichen Notvorrat anzulegen und langhaltende Lebensmittel zu lagern, sondern man muss diesen Vorrat auch pflegen. Das hilft im Notfall und spart viel Geld.

Eine gute Pflege und eine regelmäßige Kontrolle der Vorräte können die Lebensmittel vor einem Verderb schützen und somit auch den Befall von anderen Lebensmitteln verhindern. So muss man auch bei Fertiggerichten das Mindesthaltbarkeitsdatum beachten. Wenn sich dieses dem Ende nähert, sollte man die Nahrung zuerst zubereiten. Wenn man sich den Vorrat anlegt, sollte man auch einen Plan erstellen, welche Lebensmittel vorrätig sind und wo sie sich befinden. So bekommt man auch einen Überblick über die Menge der Lebensmittel. Diesen Plan muss man auch stets ergänzen und korrigieren, wenn sich etwas an den Vorräten geändert hat. Kauft man sich neue Nahrungsmittel, dann sollten diese immer nach hinten gestellt werden. Zunächst muss die ältere Ware verbraucht werden. Kocht man Gemüse oder Obst ein, so müssen die Gläser immer mit einem Datum versehen sein und mit der etwaigen Menge. Dieses sollte man auch regelmäßig prüfen und verzehren.

Faules Obst und Gemüse müssen sofort aussortiert werden, da der Schimmel giftig ist und noch frische Waren befallen kann. Nur der Schimmel aus Konfitüre kann entfernt werden, wenn sie aus gleichen Teilen Zucker und Früchten besteht. Alle anderen Lebensmittel müssen entsorgt werden, wenn hier ein Schimmelbefall vorliegt. Sobald sich eine Verpackung wölbt, kann man auch davon ausgehen, dass der Inhalt verdorben ist und man muss ihn entsorgen. Ist ein Lebensmittel mit keinem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen, so sollte man das Einkaufsdatum vermerken.

Kredite in der Krise

Ein Darlehen kann in der Krise sehr gefährlich werden. Viele Menschen unterschätzen generell die Gefahr einer Krise und denken nicht darüber nach, wenn sie sich jetzt ein Darlehen leisten. Dennoch sollte man sich schon jetzt Gedanken über die möglichen Folgen machen.

Das Szenario ist sehr kurz zu erklären. Die Höhe der Schulden bleibt unverändert bestehen. Jedoch kann man nicht von einer normalen Vermögens- und Einkommenssituation ausgehen. Diese Situation kann durch verschiedene Gründe unter Druck geraten. Ein Geber eines Darlehens verlangt weiterhin regelmäßige Zahlungen, damit der Kredit abgezahlt werden kann. Der Schuldner jedoch muss in der Krise hart um sein Geld kämpfen und kann schnell zahlungsunfähig werden. Der Nennwert der Schulden bleibt immer gleich. Dabei steigen jedoch in der Krise die Kosten für die Lebensunterhaltung und mindern das Nettoeinkommen rapide. Am Monatsende bleibt weniger Geld für die Schuldentilgung übrig. Gleichzeitig kann es jedoch passieren, dass man generell die Arbeit verliert, da immer mehr Unternehmen und Firmen Pleite gehen. Oder kurzwillige Leistungen fallen weg, wie das Weihnachtsgeld oder man bekommt weniger Gehalt.

Schulden sollte man deshalb jetzt nicht mehr aufnehmen und versuchen bisherige Schulden so gut es geht, zu reduzieren. Das Vermögen könnte in der Krise enorm im Wert gemindert werden, doch die Schulden bleiben immer in der gleichen Höhe bestehen. Wer jedoch jetzt schon anfängt, seine Außenstände zu tilgen, der sollte in der Krise genügend Kapazitäten haben, sich um den Lebensunterhalt zu kümmern. Kommt man bei den Schulden mit der Zahlung in Verzug, so warten auch in der Krise Mahngebühren und weiter hohe Kosten.

Selbst in einer Hyperinflation ist der Schuldenabbau nur auf den ersten Blick einfacher, auch wenn die Schulden in diesem Fall an Wert verlieren. Da die Preise schneller steigen als das Einkommen, wird es für viele sehr schwierig die monatlichen Raten für den Kredit aufzubringen, wenn nicht größere Reserven vorhanden sind. Besonders gravierend ist dies bei Krediten mit flexiblen Kreditzinsen, die dann sprunghaft ansteigen.
Man muss sich außerdem im Klaren sein, dass viele Banken im Falle einer Hyperinflation Kredite fällig stellen werden, sofern dies der Kreditvertrag zulässt (Kreditvertrag ggf. darauf überprüfen!). Denn die Kredite werden im Laufe der Zeit wertlos. Daher versuchen Banken, entweder das Geld gleich zu bekommen, oder ggf. die Immobilie (oder auch das Auto) einzuziehen.

Optimale Ernährung durch Getreide

Viele Menschen denken noch, dass man nur wenn man Fleisch isst, auch sehr leistungsfähig ist. Dies ist jedoch ein Irrglaube, denn ein Blick in die Geschichte verrät, dass die Kämpfer und Soldaten in den Kriegen vorrangig Weizen und andere Getreidesorten gegessen haben, um sich zu stärken.

Diese Regel kann man auch in der Krise beachten. Getreide gehört zu den Grundlebensmitteln dazu und sollte nicht vernachlässigt werden. In den meisten Sorten sind alle lebensnotwendigen Grundstoffe enthalten, wie Kohlenhydrate, Eiweiße, Vitamine, Öle und Spurenelemente. Vor allem stimmt im Getreide auch das Mischungsverhältnis dieser Stoffe. Das Getreide ist auch die Urnahrung des Menschen und kann weit zurück verfolgt werden. Damals nahm der Mensch sie sogar im rohen Zustand zu sich. Zwar gibt es heute ein viel größeres Angebot an den verschiedensten Getreidesorten und Zubereitungen, doch die fertigen Lebensmittel haben oft an den wertvollen Nährstoffen verloren. Nudeln, Brötchen und selbst das Vollkornbrot vom Bäcker kann nicht annähernd so viel Nährstoffe bieten, wie das rohe Getreide. Selbst in anderen Vollkornprodukten ist kein frisches Vollkorn mehr enthalten.

Ernährt man sich falsch und bekommt man nicht die nötigen Nährstoffe, macht der Körper schnell schlapp und man wird kraftlos. Dies kann man in der Krise nur wenig gebrauchen. Man sollte sich deshalb mit frischen Getreidesorten auskennen und diese selbst verarbeiten. Eine Getreidemühle und ein Brotbackautomat helfen dabei. Es gibt auch Getreide für Salate und ähnliche Lebensmittel, die man so mehr aufwerten kann. Zudem spart unbehandeltes Getreide auch Geld und man ist viel unabhängiger und kreativer in der Kochweise. So ist die Krisenvorsorge leichtgemacht.

Einkommen muss gesichert werden

Ob Angestellter, Selbstständiger oder Rentner, nichts ist in der Krise unsicherer als das Einkommen. Deshalb muss man sich schon vorher überlegen, wie man sein Einkommen am besten sichert und schon jetzt spart.

Gerade als Rentner muss man sich auf eine deutliche Reduzierung der Bezüge einstellen. Der Staat ist bereits verschuldet und hat in der Krise keine Rücklagen, um Rentner oder auch Sozialbezieher zu versorgen. Selbst Deutschland steht kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. Die Rente wird deshalb in der Krise massiv gekürzt. Das bedeutet schon jetzt, dass man sparen muss und seinen Lebensstandard reduzieren muss. Außerdem ist es wichtig, sich nach neuen Einkommensquellen umzusehen. Solange man noch in einem guten gesundheitlichen Zustand ist und einige Qualifikationen besitzt, kann man selbst im Rentenalter seine Fähigkeiten für neues Einkommen einsetzen. Kleine Aufgaben, die man von zu Hause erledigen kann, bessern das Einkommen auf und sichern die Existenz in der Krise.

Selbst als Anleger oder Investor muss man beachten, dass das Geld krisensicher angelegt ist. Das Vermögen muss vor einem Totalausfall gesichert werden, denn die Börse könnte in der Krise massiv abstürzen. Der Erhalt des Vermögens steht somit vor der Rendite. Dies darf man bei Anlagen nie unbeachtet lassen. Das Geld muss rechtzeitig umgeschichtet und gut investiert werden. In der nächsten Zeit wird es größere Ausfälle an der Börse geben. Gold und Silber ist bekanntlich eine krisensichere Anlage. Doch es gibt noch mehr Anlagen, die man schon vor der Krise erkennen und nutzen sollte. Ein Finanzcrash lässt nicht jeden Wert gegen null gehen. Zu beachten ist jedoch, dass man nicht das gesamte Geld auf eine Karte setzt.

Das optimale Technikpaket für den Notfall

In der Krise gibt es viele Situationen, in denen man auf nützliche Hilfsmittel nicht verzichten kann. Doch nicht jeder hat in einer normalen Situation alles im Haushalt, dass man in einer Krise brauchen könnte. Die richtige Vorbereitung gehört deshalb immer mit dazu.

In der heutigen Gesellschaft hat man sich an einen hohen Lebensstandard gewöhnt. Es ist kaum denkbar, wie es wäre, wenn der Strom ausfällt oder auch die Wasserversorgung zusammenbricht. Um sich passend darauf vorzubereiten, denn diese Situationen werden eintreffen, wenn es mit der Wirtschaft weiter bergab geht, gibt es verschiedene Technikpakete. Hier hat man alles wichtige auf einen Schlag zusammen. Solche Pakete überbrücken meist die erste Zeit in der Krise und helfen zu überleben. Enthalten sein müssen vor allem Faltkanister aus Kunststoff. Damit lässt sich ideal Wasser aufbewahren und konkret dosieren. Außerdem benötigt man auch die Tabletten zur Wasserreinigung. So ist das Wasser länger haltbar und kann man mehr davon einlagern, falls die Wasserversorgung einen längeren Zeitraum ausfällt. Generell muss man immer an Wasser denken und braucht eine Möglichkeit, dies heißzumachen. Dehydrierte Lebensmittel sind zwar in der Krise lange haltbar, benötigen jedoch warmes Wasser um die brauchbar zu machen.

Weiterhin sind in solchen Paketen oft Kochsets und Besteck enthalten. Außerdem auch ein Allesbrenner, der sowohl mit Diesel, Benzin oder Petroleum auskommt. Auch hiervon braucht man genügend Vorräte. Beim Stromausfall wird Licht benötigt. Dafür gibt es verschiedene Leuchtstäbe oder Dauerkerzen, die für mehrere Tage für Licht sorgen können. Außerdem ist es immer hilfreich solarbetriebene Geräte im Haus zu haben, wie zum Beispiel eine Lampe oder ein Radio. Diese können meist auch im Handbetrieb verwendet werden.

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